Wörterbuch

Haare

Hallo, Lockenkopf!
Haare bzw. Locken sind ein eigenes Universum, in dessen Zusammenhang dir bestimmt schon Wörter begegnet sind, die du noch nicht kanntest. Und tatsächlich gibt es sehr viele verschiedene Begrifflichkeiten – deutsche wie englische. Dazu gehören verschiedene Stylingtechniken, Überbegriffe für Haartypen, aber auch Inhaltsstoffe.

Um dir den Einstieg etwas zu erleichtern, habe ich dir hier die wichtigsten Wörter und Beschreibungen kurz zusammengefasst. Wenn ein Begriff im deutschsprachigen Raum ebenfalls unter dem englischen Namen bekannt ist, schreibe ich diesen dazu. Schau gerne immer wieder vorbei, da ich die Liste ständig erweitern und anpassen werde. Auch Bilder, Videos oder Links werde ich nach und nach ergänzen oder aktualisieren.

Natürlich darfst du mir auch gerne einen Kommentar hinterlassen oder eine Mail schreiben, wenn dir noch etwas unklar ist oder dir ein Begriff im Wörterbuch fehlt 🙂

Viel Spaß beim lesen,

Deine Melle

Table of Contents

A

Afro

Ein Afro ist eine Bezeichnung für Frisuren des Lockentyps 4, siehe auch Haartyp. Die Haare sind sehr eng gelockt, gelten im Sprachgebrauch als kraus (Engl. „coily“) und ist vor allem bei dunkelhäutigen Menschen zu finden.

Afropick

Der Afropick ist ein spezieller Kamm mit breiten Zinken. Er hilft dabei, Volumen in die Haare zu bekommen, indem man damit den Ansatz auflockert. Am besten funktioniert das bei krausen bzw. stark gelockten Haaren. Weitere Infos zu geeigneten Kämmen kannst du dir hier ansehen.

Alkohol

Mit Alkohol ist hier nicht die Getränkeart gemeint, sondern ein Inhaltsstoff in vielen Haarpflegeprodukten. Es gibt dabei verschiede Arten von Alkohol (z. B. isopropyl alcohol), von denen die meisten die Haare nach und nach austrocknen. Daher werden, vor allem für Locken, eher Produkte empfohlen, die frei von Alkohol sind bzw. nur wenige oder bestimmte Arten davon enthalten.

Ananas

Als Ananas wird eine Frisur bezeichnet, die bei uns Lockenköpfen die Lockenstruktur schonend erhalten und Frizz vorbeugen soll, zum Beispiel über Nacht. Es handelt sich dabei um einen Zopf mit einem weichen Gummi, der so hoch wie möglich auf dem Kopf gebunden werden soll. Dadurch wirkt der Zopf wie die Blätter einer Ananas oder eben eine Ananas.

Apfelessig-Rinse (Apple Cider Vinegar)

Apfelessig wird gerne verwendet, um diesen (stark verdünnt mit Wasser) durch die Haare laufen zu lassen. Bei etwa 2 EL auf 1 L Wasser kann dies Schuppen vorbeugen und den Haaren mehr Glanz verleihen. Die Essigrinse muss übrigens nicht ausgespült werden.

Auffrischen (Refresh)

Beim auffrischen bzw. einem Refresh geht es darum, die Locken wieder zu reaktivieren. Dabei werden sie nicht komplett gewaschen, sondern nur mit Wasser und/oder einem Produkt bearbeitet. Den Refresh kannst du morgens oder abends durchführen, oder ihn auch ganz weglassen, wenn deine Locken dir noch gefallen.

B

Babyhaare

Als Babyhaare werden die kurzen, neuen Härchen bezeichnet, die meistens an der Stirn, den Schläfen und dem Nacken am meisten auffallen.

Big Chop

Ein Big Chop bezeichnet den Schritt, eine große Menge kaputter Haare abzuschneiden. Meistens handelt es sich dabei um chemisch geglättete Afro-Haare. Dies ist oft ein wichtiges Ereignis für die Betroffenen, um ihre natürlichen Haare endlich zu akzeptieren.

Blowout

Dies ist der „Fachausdruck“ für das Glattföhnen der Haare.

Bowl-Methode

Die Bowl-Methode ist eine Stylingtechnik, die mehrere Vorteile mit sich bringen kann. Sie beugt Frizz vor, erzeugt größere Bündelungen als andere Techniken und bringt viel Feuchtigkeit in deine Mähne. Mit ihr kannst du beispielweise eine Spülung, aber auch Leave-Ins oder Gele in deine Haare einarbeiten. Ein gutes Video dazu findest du beispielsweise hier.

Bier-Rinse

Die Bier-Rinse funktioniert ähnlich wie die (Apfel-)Essigrinse, sollte aber unbedingt wieder ausgespült werden. Durch die Proteine im Bier können die Locken sich fluffiger und weicher anfühlen, aber dennoch einen guten Halt bekommen.

Braids

Braids sind eng geflochtene Haarzöpfe, welche vor allem bei Haaren des Typs 4 getragen werden.

Build-Up

Ein Build-Up bezeichnet Produktablagerungen auf dem Haar, die sichtbar (weißlich, flockig) und spürbar (schmierig, klebrig, belegt, hart) sein können. Meistens bestehen diese Ablagerungen aus Ölen, Kalk (hartes Wasser), Proteinen oder Silikonen. Um diese zu lösen, ist es sinnvoll, ein Final-Wash-geeignetes Shampoo anzuwenden.

Buff

Ein Buff ist eine weitere Möglichkeit, seine Locken (vor allem über Nacht) zu schützen. Dabei handelt es sich um einen Schlauchschal, indem die Haare eingebettet werden können. Weitere Infos dazu und zu weiteren Möglichkeiten, deine Haare im Schlaf zu schützen, findest du hier.

Bündelung/Bündeln (Clumping/Clumps)

Eine Locke entsteht dadurch, dass mehrere Haare sich zu einer Strähne zusammenfinden bzw. bündeln. Desto stärker die Bündelung deiner Haare ist, also je mehr sich „Haarfamilien“ finden, ohne zu viele einzelne Haare oder kleine Bündel zu hinterlassen, desto definierter ist deine Frisur.

C

Cast

Ein Cast entsteht durch haltgebende Produkte wie Lockenschaum oder Gel. Er legt sich während dem Trocknen um die Locken, sodass sie sich hart und starr anfühlen. Dadurch wird Frizz vermieden. Der Cast wird vorsichtig ausgeknetet, wenn die Haare vollständig trocken sind.

Cleansing Conditioner

Als Cleansing Conditioner bezeichnet man eine Spülung, wie keine schweren Öle, Silikone, Proteine etc. enthält. Durch das waschen damit beugt man Build-Up vor.

Clipping

Um mehr Volumen in den Haaransatz zu bekommen, kann man diesen mit Bobby-Pins, Klammern oder kleinen Spangen fixieren. Dieses Clipping (/klammern) kann sowohl im trockenen als auch im nassen Zustand durchgeführt werden und hilft ebenfalls dabei, deine Haare im Schlaf zu schützen.

Conditioner (Spülung)

Ein Conditioner ist ein Haarpflegeprodukt, welches man während dem Haare waschen benutzt. Es sorgt für eine bessere Kämmbarkeit und kann sowohl Feuchtigkeit als auch Proteine ins Haar bringen.

Co-Wash

Beim Co-Wash(ing) geht es darum, seine Haare nicht mit Shampoo, sondern ausschließlich mit einem Conditioner zu waschen.

Curly Girl Methode/Curly Hair Methode

Die CGM bzw. CHM wurde von Lorraine Massey, einer bekannten Lockenspezialistin, entwickelt. Es handelt sich dabei um eine Pflegeroutine für Lockeköpfe inklusive Produkt- und Stylingtipps. Dabei geht es vor allem darum, schädliche Einflüsse wie beispielsweise Silikone oder Hitze in der Haarpflege zu vermeiden, um das Beste aus seiner Mähne herauszuholen.

Curlsys®

Der Curlsys® ist ein, speziell für Locken oder Wellen entwickelter, patentierter Haarschnitt von Brian McLean. Dieser wird nass und Strähne für Strähne mit einer speziellen Schneideschere durchgeführt. In Deutschland findest du geübte Curlsys®-Friseure mit dieser Liste.

D

Deep Conditioning

Damit ist nicht anderes als eine Haarkur bzw. -maske gemeint, die länger einwirkt und das Haar von innen mit Nährstoffen versorgen soll. Eine besondere Form davon ist das „Dirty Deep Conditioning“, bei dem die trockenen Haare vor dem Waschen mit einer Kur behandelt werden.

Definition

Die Definition beschreibt einen Zustand, in dem deine Haare sich in mehreren Bündeln zu einer Lockensträhne zusammengefunden haben. Durch eine hohe Bündelung bzw. Definition haben deine Lockensträhnen eine größere Oberfläche und reflektieren das Licht besser. Dadurch glänzen deine Haare mehr und wirken gesünder. Oft geht eine gute Definition aber mit wenig Volumen einher.

Denman Brush

Eine speziell für Lockenstyling entwickelte Bürste ist die Denman Brush. Mit dieser kann man sehr gut Produkte ins Haar einarbeiten oder einzelne Strähnen gezielt eindrehen. Die Denman Brush gibt es in verschiedenen Ausführungen, und durch ihre individuell entfernbaren Borsten ist sie bei vielen Lockenköpfen beliebt. Einen interessanten Beitrag zum richtigen bürsten deiner Locken findest du hier.

Detangling

„To detangle“ ist Englisch und bedeutet „entwirren“. In der Lockenpflege werden Knötchen meistens mit den Fingern oder speziellen Kämmen oder Bürsten im nassen Zustand, also während der Haarwäsche, entwirrt.

DevaCut

Der DevaCut ist ein weiterer, spezieller Lockenhaarschnitt. Er eignet sich besonders für sehr lockiges oder krauses Haar und wird trocken geschnitten.

Diffusor

Als Diffusor wird der Aufsatz für einen Föhn bezeichnet, der für Locken und Wellen geeignet ist. Er verteilt den Luftstrom über einen größeren Bereich und vermeidet so Frizz oder eine zu große Hitzeeinwirkung auf einzelne Strähnen. Für eine sanfte Trocknung benutze ich diesen Diffuser, der auf so gut wie jeden Föhn passt. Einen ausführlicheren Artikel zum Diffusen habe ich hier geschrieben.

E

F

Fettalkohol

Fettalkohole sind ein Inhaltsstoff in Haarpflegeprodukten, welche pflegend wirken (z. B. Cetyl alcohol). Diese stehen den austrocknenden Alkoholen entgegen, welche du vermeiden solltest.

Feuchtigkeit

Feuchtigkeit, also Wasser, brauchen alle Haare. Beinahe alle Pflegeprodukte sind mehr oder weniger feuchtigkeitsspendend – vor allem mit Bestandteilen wie Aloe Vera kannst du deine Haare mit einer Menge Feuchtigkeit versorgen. Vor allem im Winter ist dies wichtig, um deine Haare vor der trockenen Heizungsluft zu schützen. Für einen natürlichen Feuchtigkeitsboost empfehle ich dir, diesen Beitrag zu lesen.

Feuchtigkeits-Overload

Zu viel Feuchtigkeit ist auch aber nicht gut für die Haare. Bei einem Overload sind deine Haare weicher als sonst, sie können ihre Form nicht halten und hängen sich aus. Dem kannst du mit einer reduzierten Pflegeroutine und proteinhaltigen Produkten entgegenwirken.

Fingercoiling

Das Fingercoiling ist eine Stylingtechnik für Locken, um diese besser zu definieren oder nach und nach zu „trainieren“, damit sie sich wieder besser von selbst eindrehen. Dabei wird eine (nasse) Haarsträhne einfach um einen oder zwei Finger gewickelt und immer wieder eingedreht.

Final Wash

Als Final Wash bezeichnet man das waschen mit einem Tiefenreinigungsshampoo. Besonders, wenn man gerade die Curly Girl Methode startet oder Build-Up hat, wird dieser angewandt. Danach greifen die meisten Lockenköpfe eher auf noch mildere Shampoos, Conditioner, Roggenmehl oder einfaches Wasser zum waschen zurück.

Flash Drying

Bei bestimmten Inhaltsstoffen (z. B. Aloe Vera), kann es vorkommen, dass deine Haare sehr schnell trocknen. Dies kann zu spröden Haaren oder Frizz führen und sollte deswegen vermieden merken. Flash Drying bemerkst du so: nach dem auftragen eines Produkts auf die nassen Haare arbeitet man dieses meistens mit „quetschenden“ Bewegungen in diese ein. Fließt dabei das Wasser mehr als sonst aus deinen Haaren heraus, bewirkt einer der Inhaltsstoffe bei dir Flash Drying.

Frizz

„Frizz“ kommt aus dem Englischen und bedeutet „kräuseln“. Damit ist gemeint, dass einzelne Haare aus einer Strähne abstehen. Dadurch erhält die Frisur zwar mehr Volumen; sie wirkt aber auch unordentlicher und büßt an Glanz ein.

G

Geringe Porosität (Low por, -por)

Wenn deine Schuppenschicht größtenteils geschlossen ist, sind deine Haare gering bzw. niedrig porös. Damit geht viel Glanz einher und die Haare können Feuchtigkeit besser halten. Um deine Porosität herauszufinden, schau dir am Besten diesen Artikel an.

Grobzinkiger Kamm

Ist besonders gut geeignet, um deine Wellen oder Locken zu entwirren. Vor allem Kämme aus Naturhorn sind dafür ein gutes Werkzeug. Weitere Alternativen zum bürsten/kämmen der Locken gibt es hier.

H

Haargel

Haargel ist dafür gedacht, deinen Haaren Halt zu verleihen. Als letzter Schritt in der Pflegeroutine wird es aufgebracht – dabei kann es flüssiger oder fester und mit oder ohne Proteine erworben werden. Beim Trocknen machen einige Gele einen Cast, jedoch nicht immer und bei jedem. Dennoch werden deine Locken sich damit weniger aushängen als bei einer Routine ohne haltgebendes Produkt.

Haartyp

Es gibt die Haartypen 1 (glatt), 2 (wellig), 3 (lockig) und 4 (kraus). Diese können ab Stufe 2 nochmal in a – c unterteilt werden. Dafür kannst du dir zum Beispiel diesen Beitrag hier ansehen. Bei allen Haartypen macht es aber Sinn, sich ein bisschen mit seiner Struktur und der benötigten Pflege auseinanderzusetzen.

Haar-Routine

Als (Haar-)Routine bezeichnet dein Vorgehen am Waschtag bzw. auch deine Art des Refreshs. Die Routine kann bei jedem anders aussehen und sich auch mit der Zeit verändern. Sie beinhaltet verschiedene Produkte und Techniken, die für dich am besten funktionieren. Je nach Struktur und Lebensstil, den Wetterbedingungen, hormonellen Schwankungen etc. braucht es etwas Geduld und Motivation, seine eigene Routine zu finden.

Halo

Als Halo bzw. Halo Frizz wird der sichtbare, oft nervige Frizz auf dem Deckhaar bezeichnet, den so ziemlich jeder Lockenkopf kennen dürfte.

Hohe Porosität (High por, +por)

Hoch porös sind deine Haare, wenn ihre Schuppenschicht stark geöffnet ist bzw viele Lücken aufweist. Feuchtigkeit kann so schlechter gehalten werden; die Haare neigen zur Trockenheit und sind sehr sensibel bzw. brüchiger als Haare anderer Porositäten. Schau dir gerne diesen Beitrag von mir an, um die Unterschiede zwischen den Porositäten zu kennen.

Hygral Fatigue

Hygral Fatigue meint ein „ausleiern“ der Haare, durch welches sie ihre Sprungkraft verlieren und schnell ausgehangen und noch weicher als sonst wirken. Dies entsteht, wenn deine Haare in kurzer Zeit oft An- und Abschwellen oder viele genutzte Produkte einen zu basischen pH-Wert für deine Haare hatten.

I

J

K

Kalkschmiere

Kalkschmiere ist eine Unterart der Build-Ups, welche durch hartes, kalkhaltiges Wasser entsteht. Durch eine saure Rinse oder ein Tiefenreinigungsshampoo kannst du die Ablagerungen aber wieder loswerden.

L

Leave-In

Leave-In-Produkte verbleiben, wie der Name schon sagt, ohne ausspülen im Haar. Nach der Haarwäsche helfen dir diese, deine Haare besser kämmbar zu machen und sie zwischen den Waschtagen mit Feuchtigkeit zu versorgen oder ihnen Halt zu geben. Auch Stylingprodukte wie z. B. Gele gelten dabei als Leave-In.

Leinsamengel

Als feuchtigkeitsspendendes Leave-In kannst du dir ganz einfach ein Gel aus Wasser und Leinsamen zaubern. Es gibt keinen starken Halt, hilft aber bei der Pflege und der Definition deiner Locken. Dazu habe ich hier diesen Beitrag geschrieben. Wenn du eher ein Video sehen möchtest, empfehle ich dir dieses hier.

LOC-Methode

Die LOC-Methode bedeutet, dass du nacheinander Wasser (L = liquid), ein Öl (O = oil) und eine Lockencreme (C = Cream) auf deine Haare aufträgst. So werden sie effektiv vor Feuchtigkeitsverlust geschützt, da das Öl eine Schutzschicht bildet und die Creme zur Definition und weiteren Feuchtigkeitspflege dient. Vor allem im Winter kannst du dies gut gebrauchen.

Lockenreise

Wenn du deine Haare nicht mehr mit dem Föhn oder Glätteisen bearbeitest, sondern dein Naturhaar tragen möchtest, beginnt deine persönliche Lockenreise.

Low-Poo

Low-Poo ist ein zusammengesetztes Wort aus low = wenig und poo = Shampoo. Es bedeutet, ein weniger stark reinigendes Shampoo zu benutzen, welches nur milde Tenside enthält und daher deine Haare weniger austrocknet.

M

Mittlere Porosität (med por)

Bei mittel-porösen Haaren ist die Schuppenschicht weder ganz angelegt noch stark geöffnet. Somit können deine Haare Feuchtigkeit recht gut aufnehmen und auch halten.

Medusa-Clipping

Beim Medusa-Clipping geht es darum, deine Haare über Nacht zu schützen. Einzelne Strähnen werden dabei mit kleinen Spangen recht weit oben am Kopf festgesteckt. So liegst du nicht auf ihnen drauf. Weitere Ideen, deine Locken über Nacht zu schützen, kannst du hier nachlesen.

N

Naked Curls

Naked bedeutet „nackt“ auf Englisch. Im Zusammenhang mit Locken bedeutet das, dass du deine Haare nach dem waschen ohne Leave-Ins und haltgebende Produkte trocknen lässt, um sie im „ungestylten“ Zustand zu sehen.

No-Poo

No-Poo steht für die Methode, seine Haare ohne Shampoo zu waschen. Stattdessen kann man sie mit Conditioner, mit Roggenmehl, oder nur mit Wasser waschen.

O

P

pH-Wert

Der pH-Wert zeigt an, wie sauer oder basisch eine Flüssigkeit ist. Bei basischen Produkten öffnet sich die Schuppenschicht der Haare und sie schwellen an – beispielsweise beim waschen mit Haarseife oder Natron. Wenn du hingegen eine saure Flüssigkeit benutzt, ziehen die aufgequollenen Haare wieder zusammen und die Schuppenschicht schließt sich. Dies passiert beispielsweise mit einer sauren Rinse.

Praying Hands

„Praying Hands“ ist eine Technik, Produkte auf das Haar aufzutragen. Dabei verreibst du ein Produkt zwischen deinen Handflächen und legst diese dann um eine Haarsträhne, als würdest du beten. Streiche das Produkt so vom Ansatz bis zu den Spitzen auf und wiederhole dies für alle Haarsträhnen.

Plopping

Das Plopping ist eine Stylingtechnik, die vor allem bei nassen oder feuchten Haaren nach dem Waschen oder beim Refresh angewandt wird. Damit können die Haare angetrocknet und die Locken werden in Form gebracht bzw. dabei unterstützt, ihre Form zu halten. Dafür werden die Haare in ein Mikrofaserhandtuch oder Baumwoll-T-Shirt eingewickelt und an die Kopfhaut gedrückt. Durch das feuchtwarme Klima können hier Bakterien oder Pilze wachsen,weshalb du nicht länger als 30 Minuten ploppen solltest. Auch über Nacht solltest du nur trockene Haare ploppen, da die Haare im nassen Zustand zu empfindlich sind und durch die Bewegungen im Schlaf geschädigt werden könnten.

Pre-Poo

Als Pre-Poo bezeichnet man Schritte im Waschprogramm, die vor dem waschen mit Wasser und Shampoo durchgeführt werden. Dies soll das zu schnelle Aufsaugen von Wasser vermeiden und deine Haare auch vor den im Shampoo enthaltenen Tensiden schützen. Als Pre-Poo kannst du beispielsweise verschiedene Öle benutzen.

Proteine

Deine Haare bestehen bis zu 90% aus Proteinen. Durch Hitze, Umwelteinflüsse, Haarwäschen, grobes kämmen etc. können diese Proteine nach und nach verloren gehen. Somit verlieren deine Haare Stabilität und Halt. Um diesem Effekt vorzubeugen und deine Haare wieder mit Proteinen zu füttern, solltest du je nach Bedarf Produkte mit Proteinen anwenden.

Protein-Overload

Sei dennoch vorsichtig mit zu viel Proteinen! Denn bei einem Overload handelt es sich um ein Build-Up von zu viel Protein, was dazu führt, dass deine Haare sich starr, hart und rau anfühlen. Sie sind weniger biegsam und es dauert ein bisschen, dies loszuwerden. Dafür kannst du entweder ein Tiefenreinigungsshampoo anwenden oder deine Routine auf Feuchtigkeit umstellen.

Q

R

Rake and Shake

Rake and Shake ist eine Stylingtechnik. Zunächst kämmst du ein Stylingprodukt ein, dann schüttelst du deine Haare bzw. deinen Kopf kurz, um die Locken in ihre natürliche Form zurückzuführen.

Raking

Im Vergleich dazu benutzt du beim Raking deine Hände wie einen Kamm. Trage ein Stylingprodukt auf deine Handfläche auf, verreibe es in den Händen und kämme es mit deinen Haaren vom Ansatz bis in die Spitzen ein.

Reißtest

Der Reißtest kann dir einen Anhaltspunkt liefern, ob deine Haare eine Balance aus Feuchtigkeit und Proteinen halten oder ob ihnen eins von beidem fehlt. Dazu wäschst du ein ausgefallenes oder ausgerupftes Haar mit Reinigungsshampoo oder Spüli (nicht den ganzen Kopf!) und ziehst es dann vorsichtig auseinander. Wenn dein Haar sofort reißt und vielleicht sogar knallt, fehlt Feuchtigkeit. Lässt es sich weit dehnen, benötigst du Proteine. Dies ist aber wie gesagt nur ein grober Richtungsweiser – probiere dich daher aus, welche Dosierungen von Feuchtigkeit und Proteinen deinem Haar gut tut. Zur besseren Veranschaulichung kannst du gerne bei diesem Video vorbeischauen.

S

Saure Rinse

Eine saure Rinse (wie die oben genannte Apfelessig-Rinse oder auch einr Rinse mit Zitronensaft) führt durch den sauren pH-Wert zwischen zwei drei dazu, dass dein Haar sich zusammenzieht. Wenn dein Haar durch den vorherigen Waschgang mit basischen Produkten aufgequollen war, kann sich die Schuppenschicht so wieder anlegen, um Feuchtigkeit besser zu speichern. Die Rinse wird vor den Stylingprodukten aufgetragen und nicht mehr ausgespült.

Scrunch out the crunch (SOTC)

SOTC benennt verschiedene Methoden, wie du den Gelcast aus deinen Haaren wieder auskneten kannst. Sieh dir dazu gerne diesen Beitrag von mir an.

Scrunchen

Um die trockenen Locken in Form zu bringen, kannst du deine Haare scrunchen. Dabei knetest du deine Locken mit den Händen oder einem Mikrofasertuch von unten nach oben zum Kopf hin. Vor allem morgens und/oder beim Refresh wenden dies viele Lockenköpfe an.

Seidenkissen

Ein Seidenkissen(bezug) kann dir dabei helfen, deine Haare über Nacht zu schützen. Weitere Ideen dafür findest du in diesem Blogartikel.

Sebum only

Die SO-Methode besteht darin, dass du deine Haare mit einer Wildschweinbürste bearbeitest, statt deine Haare zu waschen. Somit wird das Sebum (Talg) der Kopfhaut in den Längen verteilt, wodurch man frischer aussieht und sich auch so fühlt. Für Lockenköpfe ist diese Methode aber weniger geeignet, da das trockene Auskämmen der Locken deren Struktur zerstören kann. Bessere Methoden zum bürsten findest du hier.

Silikone

„Silikone“ ist ein Überbegriff über verschiedene Inhaltsstoffe in Haarpflegeprodukten. Diese bringen zwar ein paar gute Eigenschaften mit sich, haben aber auch Nachteile. Viele Menschen und Lockenköpfe – auch ich – nutzen daher nur silikonfreie Produkte. Wenn du dazu mehr Informationen haben möchtest, kann ich dir diesen Artikel empfehlen.

Slip

Als Slip ist die „Gleitfähigkeit“ eines Produktes gemeint. Je mehr Slip ein Produkt hat, desto leichter kannst du mit deinen Fingern oder einem geeigneten Kamm deine Haare entwirrten oder Produkte einbringen, da alles etwas besser flutscht.

Smasters-Methode

Bei der Smasters-Methode wäschst und stylst du deine Haare wie gewohnt. Wenn deine Haare zu 50% – 80% getrocknet sind, trägst du erneut etwas Gel oder Lockenschaum auf, bevor du sie weiter trocknest. Dies soll beim Trocknen entstandenen Frizz minimieren und deinen Locken mehr Form verleihen.

Squishen

Squischen ist beinahe dasselbe wie Scrunchen, jedoch sind dabei die Haare noch nass. Um die Haare während dem Stylen in Form zu bringen oder überschüssiges Wasser auszudrücken, knetest bzw. quetschst du deine Haare auch hier von unten nach oben. Dabei kannst du immer wieder den Kopf drehen, damit die Strähnen nicht am Hinterkopf „festkleben“, sondern frei schwingen.

Squish to condish

Eine „Unterform“ des squishens ist die Squish to condisch Technik. Dabei quetschst du kein Wasser aus deinen Haaren heraus, sondern Spülung hinein. Wenn du dies einige Minuten lang machst, verteilt sich die Spülung gut in deinem Haar und verhilft dir so zu einer besseren Bündelung.

Sulfate

Sulfate sind, ebenso wie Silikone, ein umstrittener Inhaltssstoff in Haarpflegeprodukten. Da sie aus starken Salzen bestehen und austrocknend wirken, sollte man sie als Lockenkopf (bzw. auch generell) eher meiden.

T

Tiefenreinigung (Clarifying Shampoo)

Ein Tiefenreinigungsshampoo enthält milde Tenside, aber keine Silikone, Sulfate oder Alkohole. Dadurch können Rückstände wie z.B. Build Up oder feiner Staub effektiver entfernt werden. Da das Shampoo aber „aggressiver“ ist als Low-Poos, sollte es nicht zu oft benutzt werden.

U

Unicorn-Schnitt

Hierbei handelt es sich um einen Haarschnitt, den du selber zuhause durchführen kannst. Er verleiht, vor allem bei welligem oder lockigem Haar, leichte Stufen und somit mehr Volumen und Sprungkraft. Du bindest dabei einen Zopf mit allen Haaren oder deinem Deckhaar vorne an der Stirn – daher der Name „Unicorn“, also Einhorn. Diesen nimmt man zwischen zwei Finger und schneidet dann die Spitzen von der Stirn weg, sodass die Haare weiter oben auf dem Kopf etwas mehr gekürzt werden als die Haare des Hinterkopfes. Ein gutes Video dazu findest du hier.

V

W

Water only

Bei der Water Only Methode wäscht man seine Haare ohne Shampoo nur mit Wasser. Wenn man nur wasserlösliche Produkte benutzt, kann dies gut funktionieren, ansonsten kann Build-Up entstehen. Vom Gefühl der Reinigung her ist diese Methode aber durchaus gewöhnungsbedürftig.

Wet Brush

Als Wet Brush werden Bürsten bezeichnet, die speziell entwickelt oder geformt sind, um beim kämmen von nassen Haaren keinen oder weniger Schaden anzurichten als andere. Ein Beispiel dafür ist der Wet Tangle Teezer. Weitere geeignete Kämme für Locken habe ich dir in diesem Beitrag aufgelistet.

Wet-Plopping

Das Wet-Plopping funktioniert wie das „normale“ ploppen – die Haare werden an den Kopf angedrückt, um die Lockenform zu stärken. Allerdings wird hierbei eine Duschhaube verwendet und direkt nach dem waschen geploppt. So bekommen deine Haare die Gelegenheit, weitere Feuchtigkeit aufzunehmen. Danach kannst du deine Haare noch „trocken“ ploppen oder wie gewohnt in deiner Routine weitermachen.

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