Wie du ganz einfach feststellst, wie porös deine Haare sind

porös

Hallo, Lockenkopf!
Porös – das Wort hast du bestimmt schon mal gehört. Meistens geht es dabei um Gegenstände, wie beispielsweise Küchenschwämme oder Autoreifen. Aber auf der Reise zu einer gesunden Haar- oder Lockenstruktur wird dir das Wort sicher hin und wieder begegnen. Doch weißt du auch, woran du feststellen kannst, wie porös deine Haare sind? Wenn nicht, lass dich davon nicht verunsichern – denn ich helfe dir!

In diesem Artikel habe ich dir bereits ein paar erste Grundinformationen an die Hand gegeben, was die Porosität der Haare eigentlich bedeutet. Heute möchte ich dich dabei unterstützen, deine Mähne etwas genauer kennenzulernen, damit du sie noch zielsicherer pflegen kannst. Denn für eine langfristig gesunde Haar- und Lockenstruktur ist oft Feuchtigkeit der Schlüssel. Und diese kannst du nur ausreichend in dein Haar einbringen, wenn du deine Porosität kennst.

Neben einigen Tests, die dir dabei helfen, deine Porosität (oder engl. Porosity) festzustellen, habe ich dir außerdem ein paar Tipps für jedes Ergebnis aufgeschrieben. Vergiss aber nicht, dass deine Haarstruktur sich verändern kann und daher gleichzeitig verschieden poröse Haare auf deinem Kopf sein könnten. Lass dich davon nicht entmutigen, sondern sieh es als Herausforderung und Abenteuer, deine persönliche Pflegeroutine zu entdecken! 🙂

Wie du herausfindest, wie porös dein Haar ist

Wie oben schon angekündigt, gibt es ein paar Tests, die dir verraten können, wie porös deine Haarpracht ist. Diese liefern aber keine garantierten, immer gültigen Ergebnisse. Die Porosität kann sich nämlich durch Hormone, große Hitze oder chemische Behandlungen auch verändern. Wichtig ist es daher, sich nicht verunsichern zu lassen. Bei Bedarf kannst du die Tests jederzeit wiederholen und deine Pflege daran anpassen.

Zunächst gibt es ein paar kleinere Anhaltspunkte, mit deren Hilfe du Hinweise auf deine Porosität erhältst. Dabei ist es wichtig, sie in ihrer Gesamtheit zu sehen und sich nicht zu sehr auf ein Ergebnis zu versteifen. Jeder Lockenkopf ist anders! 🙂

Eher niedrig/gering porösEher hoch porös


Haarsträhnen fühlen sich glatt anHaarsträhnen fühlen sich leicht uneben an
Eher stabile und reißfeste Haare„Problemhaare“ (dünn, brüchig Spliss, Knoten)
Die Haare sind Protein-empfindlichProtein tut den Haaren gut
Schnelle Ablagerung von Produkten auf dem Haar (Build-Up)Chemisch behandelte Haare (+ Schäden durch viel Hitze oder Chlor)

Die drei gängigsten Tests zum Herausfinden deiner Porosität

Viel Spaß bei der Anwendung!

1. Wasserglastest

  • Dafür musst du hier zunächst ein bis zwei Haare ausrupfen oder aus deiner Bürste holen
  • Wasche diese Haare mit Spüli oder einem sulfathaltigen Shampoo (Final-Wash geeignet)
  • Nun müssen die Haare trocknen, am besten an der Luft auf einem Küchentuch
  • Als Nächstes benötigst du ein Glas voll mit Leitungswasser. Nun lege ein Haar auf die Oberfläche und tauche es kurz unter, um die Oberflächenspannung zu brechen
  • Beobachte dein Haar in den nächsten 2-3 Minuten! Je nachdem, wie schnell es sinkt, kann es eine Auskunft über deine Porosität liefern.

Es schwimmt oben?
Vermutlich hast du gering/niedrig poröse Haare (-por)

Es schwebt in der Mitte?

Dies deutet auf mittel poröse Haare hin (med por)

Es sinkt nach unten?

Deine Haare sind wahrscheinlich hoch porös (+por)

Dies ist so, da poröse Haare sich am ehesten schnell mit viel Wasser vollsaugen und somit „schwerer“ werden und absinken. Gering poröse Haare hingegen haben eine anliegende Schuppenschicht – sie nehmen Wasser nur langsam oder in kleineren Mengen auf und treiben daher eher oben.

Übrigens kann es auch gut sein, dass ein Haar sich über mehrere Ebenen im Glas verteilt. Das ist aber durchaus logisch: Deine Spitzen beispielsweise sind von Umwelteinflüssen, Hitze, Styling und so weiter viel mehr beansprucht worden als deine Haarwurzel. Somit kann dein Haar mehrere Porositäten zeitgleich aufweisen. Nimm den Test daher nicht allzu ernst, sondern eher als ersten Anhaltspunkt.

2. Trocknungstest

Der Trocknungstest ist ganz simpel. Dabei musst du nur deine Haare wie gewöhnlich waschen und diese dann ohne weitere Pflege- oder Stylingprodukte trocknen lassen. Nach dem abspülen darf also kein Leave-In, Gel oder Schaum verwendet werden, da dies das Ergebnis verändern würde. Nun lässt du deine Haare einfach Lufttrocknen und achtest darauf, wie lange dies dauert.

Sind deine Haare auch nach mehreren Stunden noch feucht?
Dann sind sie eher gering/niedrig porös (-por)

Dauert das Trocknen zwischen 2 und 3 Stunden?
Vermutlich hast du mittel poröses Haar (med por)

Trocknen deine Haare in unter 1,5 Stunden komplett?
Das deutet auf eine hohe Porosität hin (+por)

Da gering poröse Haare eine dichte Schuppenschicht haben, nehmen sie Feuchtigkeit schwerer auf, wie du schon weißt. Sind sie dann aber doch nass, dauert es ebenso lange, die Flüssigkeit wieder austreten zu lassen. Im Gegensatz dazu „verlieren“ hoch poröse Haare die aufgenommene Feuchtigkeit umso schneller. Natürlich bestätigen auch hier Ausnahmen die Regel; dennoch kannst du an der Trocknungszeit zumindest ablesen, in welche Richtung deine Mähne eher tendiert.

3. Regentest

Ebenfalls bei vielen Lockenköpfen bekannt ist der Regentest. Dabei musst du eigentlich nichts weiter tun, als deine Haare zu beobachten, während es regnet. Keine Sorge, es muss kein Platzregen sein – auch Nieselregen, leichter Schneeregen oder eine allgemein sehr hohe Luftfeuchtigkeit können Auskunft geben.

Stelle dich doch bei Gelegenheit einfach mal nach draußen und schau, wie deine Haare das Wetter verkraften. Auch hier können aber Stylingprodukte wie Gel die Reaktion der Haare beeinflussen. Daher ist der Test am aussagekräftigsten, wenn du ihn durchführst, ohne Leave-In-Produkte genutzt zu haben.

Dauert es lange, bis die Feuchtigkeit in dein Haar eindringt und bilden sich vielleicht sogar kleine Wasserperlen auf der Oberfläche?
Das kann auf eine geringe/niedrige Porosität hindeuten (-por)

Wirken deine Haare nach dem Regeneinfluss glänzend und schön?
Dies wäre ein Hinweis auf mittel poröse Haare (med por). Denn der saure Regen legt hier die mittelweit geöffnete Schuppenschicht an, wodurch die Feuchtigkeit gespeichert wird und den Haaren ein gesundes Aussehen verleiht.

Hängen sich deine Locken aus oder entsteht bei dir sofort ein buschiger, frizziger Kopf?
Dann sind deine Haare vermutlich hoch porös (+por)

Was bedeutet es, wenn mein Haar porös ist?

Porös sind genau genommen alle Haare, nur eben nicht gleich stark. Die Haare, die frisch aus deiner Kopfhaut herauswachsen, sind zunächst gering porös. Oft entsteht dann nach und nach eine hohe Porosität, wenn man die Haarstruktur über längere Zeit schädigt. Dies kann beispielsweise durch Hitze (Glätteisen, Lockenstab,..) oder chemische Produkte (Haarfarbe, chemische Glättung,..) passieren. Aber auch Einflüsse wie Salzwasser oder Chlor spielen mit hinein.

Ebenso können auch Hormone oder die Genetik dabei eine Rolle spielen. In der Pubertät, während einer Schwangerschaft, der Stillzeit oder der Menopause verändert sich der Hormonhaushalt. Auch ist die Porosität zu kleinen Teilen, ebenso wie auch die Haarfarbe, vererbbar. Es ist also nicht automatisch „deine Schuld“, wenn deine Haare porös sind. Dies bedeutet nicht, dass sie nicht trotzdem gesund und glänzend wirken können.

Mit schonender Pflege – also möglichst chemie- und hitzearm – kannst du hier noch einiges zum Guten wenden. Zugegeben, anfangs erfordert es eine Menge Geduld und Motivation, die für sich passende Pflegeroutine zu entwickeln. Aber deine Haare werden es dir danken!

Und den ersten Schritt in die richtige Richtung hast du ja jetzt schon getan! Du weißt, welche Tests und Eigenschaften du anwenden kannst, um deine Porosität herauszufinden. Diese Verfahren kannst du immer wieder anwende, um zu sehen, welche Porosität am ehesten auf deine Haare zutrifft und ob diese sich verändert hat. Im nächsten Schritt kannst du dann bereits die passende Pflege auswählen und schauen, was für dich am besten funktioniert. Und so wirst auch du nach und nach wieder deine Locken herauskitzeln können und lieben lernen! 🙂

Wenn ich dir helfen konnte, würde ich mich sehr freuen, wenn du mir einen Kommentar hinterlässt. Was würde dich noch interessieren?

Deine Melle

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