Acht Tipps, wie du deine Locken ganz einfach über Nacht schützen kannst

Nacht

Hallo, Lockenkopf! 🙂
Deine Haare sehen super aus – bis die Nacht kommt und alles zerstört. Statt definierten Locken findest du eine Menge Frizz und kleine Verknotungen vor. Kommt dir das bekannt vor? Wenn ja, bist du hier genau richtig!

Denn nicht nur dir geht es so. Viele andere Menschen haben ebenfalls das Problem, ihre Haare morgens kaum bändigen zu können. „Einmal den Kopf schütteln und alles sitzt“ funktioniert nämlich meistens nur im Film. Aber was soll man denn mit seinen Locken machen über Nacht?

Welche Faktoren den Strubbel-Effekt am Morgen auslösen und wie du deine Locken über Nacht am besten schützen kannst, möchte ich dir in diesem Beitrag zeigen. Ich habe dir acht verschiedene Methoden zusammengestellt, die für viele Menschen – auch für mich – gut funktionieren. Lies dich durch und schon bald kannst du dich auch morgens noch über definierte, gesunde Haare freuen 🙂

1. Kissenbezug aus Seide/Satin

Der erste Tipp, den ich gefunden habe und den ich seitdem auch anwende, ist ein Kissenbezug aus Seide bzw. Satin. Herkömmliche Kissenbezüge bestehen meistens aus Baumwolle – dies ist aus mehreren Gründen nicht gerade gut für Haare: Zum einen bleiben die Haare nämlich gerne mal an der groben Baumwollstruktur hängen, was Frizz verursacht. Außerdem entzieht die Baumwolle deiner Mähne über die Zeit auch Feuchtigkeit.

Seide oder Satin hingegen sind sehr glatte Materialien, die ein Hängenbleiben der Haare verhindern. Somit „rutschen“ deine Locken eher über die Oberfläche, was Frizz und auch ein Verknoten der Haare minimiert. Außerdem ist der Bezug – vor allem im Sommer – sehr angenehm auf der Haut. Übrigens reicht es, wenn du nur dein Kissen mit Satin beziehst, denn ansonsten kann es passieren, dass du nachts unangenehm im Bett hin- und herflutschst 😀

Zusätzlich kannst du versuchen, möglichst still zu liegen bzw. zu schlafen. Dies klingt zwar umständlich, ist aber eigentlich leicht anzugehen. Lege deine Haare einfach nach oben über das Kissen und versuche, dich nachts nicht allzu viel draufzurollen. Vor allem bei langen Haaren, die über das Kissen hängen, klappt dies ganz gut.

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2. Ananas über Nacht

Sehr beliebt bei mir ist außerdem Ananas-Frisur. Bei kurzen oder mittellangen Haaren kann es sein, dass nicht alle Haare in den Zopf passen, aber bei längeren Haaren ist sie eine gute Wahl.

Die Ananas funktioniert ganz einfach: Du schützt deine Haare nachts, indem du ganz oben auf deinem Kopf einen lockeren Zopf bindest. Dies sieht dann aus, als wären dein Kopf und deine Locken eine Ananas mitsamt der nach oben abstehenden Blätter. Als Haargummi solltest du einen Invisibobble oder einen Scrunchie benutzen – so wird deine Lockenstruktur nicht durch zu harte oder starre Haargummis geschädigt.

Durch die hochgebundenen Haare schützt du deine Mähne vor Reibung. Das lockere Binden hoch oben am Kopf hilft außerdem dabei, deine Haare nicht plattzuliegen und ist vor allem im Sommer auch angenehm, da du den Nacken frei hast.

3. Clipping

Die Methode des (Medusa-)Clippings funktioniert besonders gut bei kurzen bis mittellangen Haaren oder wenn du nur einen Teil deiner Haare hochstecken möchtest.

Dafür benutzt du am besten kleine Affenklämmerchen. Du kannst dir dann Strähne für Strähne vornehmen, sie in ihrer natürlichen Struktur etwas „hochrollen“ bzw. mit deinen Fingern an die Kopfhaut führen und sie dort feststecken. Am Hinterkopf oder bei besonders kurzen Haaren kannst du dafür auch Bobbypins benutzen.

Lege dich vor der Nacht probeweise einmal hin. So testest du gleichzeitig, ob die Klämmerchen halten und ob du sie im Liegen spürst. Mit der Zeit weißt du dann genau, wo und wie du Clippen kannst, ohne in der Nacht von einer piksenden Klammer gestört zu werden 🙂

4. Seidenhaube

Ganz ähnlich wie ein Kissenbezug aus Seide oder Satin kannst du auch eine Haube aus denselben Materialien verwenden. Achte beim Kauf darauf, dass du eine atmungsaktive Haube erwischst – ansonsten kann es passieren, dass deine Kopfhaut sich durch mangelnde Luftzufuhr mit der Zeit schuppt oder sich Bakterien vermehren können.

Die Hauben gibt es in verschiedenen Größen und Mustern. Der Rand ist meistens etwas enger, sodass deine Locken über Nacht geschützt sind, ohne dass die Haube vom Kopf rutscht. Notfalls kannst du sie aber auch hinter den Ohren oder im Nacken mit Bobbypins feststecken. Auch hier verhindert das glatte Material weitere Reibung, sodass deine Schuppenschicht gut erhalten bleibt und Frizz weniger Chancen hat.

Außerdem kannst du deine Haube individuell enger machen; beispielsweise wenn du deine Haare schneiden lässt und sie danach zu viel „Freiraum“ haben. Ich mache das so: Ich hebe die Haube mittig mit zwei Fingern an, sodass die Locken auf dem Kopf aufliegen. So habe ich nur das Material selber in der Hand, welches ich erneut mit einem durchsichtigen Haargummi zubinde. So entsteht ein Extra-Bommel. Sexy sieht das nicht aus, aber was tut man nicht alles? 🙂

5. Buff für die Nacht

Wenn dir die Schlafhaube nicht durchlässig genug ist oder du dazu neigst, am Kopf zu schwitzen, kann ein Buff eine gute Alternative für dich sein. Der Buff ist eine Sonderform des Schals, nämlich ein Schlauchschal. Diesen benutzen beispielsweise auch Motorradfahrer unter ihrem Helm.

Den Buff kannst du dir über den Kopf ziehen, sodass er am Hals sitzt. Beuge dich dann kopfüber, sodass deine Haare herunterhängen und ziehe den Buff über dein Gesicht, sodass er die Locken rundherum umschließt. Diesen kannst du oben offenlassen, sodass deine Haare auch nachts noch genug Luft erhalten. Gut wäre es natürlich auch hier, wenn er aus einem glatten Material wie Satin oder Seide bestehen würde. So trocknen deine Haare nicht aus und Frizz wird vermieden.

6. Gelcast

Eine weitere Möglichkeit für definierte Locken am Morgen ist es, mit Gelcast schlafen zu gehen. Wenn du deine Haare lieber abends wäschst, kannst du dir das Ausstreichen des trockenen Casts dann vorerst sparen und einfach damit ins Bett gehen. Da nicht alle Produkte bei jedem Lockenkopf einen Cast machen, müsstest du probieren, was am besten für dich funktioniert.

Durch deine Bewegungen in der Nacht wird die Gelschicht dann automatisch ausgeknetet, die Haare behalten aber dennoch ihre Form. Am Morgen sparst du so Zeit, da du nur noch ein paar Stellen ein bisschen auskneten musst und dann schon bereit für den Tag bist.

7. Lockere Frisuren zur Nacht

Als Alternative zur Ananas kannst du auch andere lockere Frisuren machen, um deine Locken über Nacht möglichst definiert zu lassen. Die erste Möglichkeit ist ein lockerer Dutt. Dabei kannst du die Haare in die Hand nehmen, um sich selbst drehen und dann wie eine Schnecke hinten oder oben auf deinem Kopf festbinden.

Ebenso kannst du aber auch zwei seitliche Zöpfe eindrehen oder mehrere Knötchen bzw. Dutts über deinen Kopf hinweg verteilen. Auch französische Zöpfe sind möglich, um den Ansatz mit einzubinden. So hast du am nächsten morgen eher geschwungene Wellen, welche du aber durch etwas Wasser wieder zu stärkeren Wellen oder Locken reaktivieren kannst.

Auch geflochtene Zöpfe können hilfreich sein. Um deine natürliche Struktur nicht zu sehr zu verändern, solltest du die Zöpfe nicht zu fest binden. So haben die Haare zwar die Möglichkeit, sich gleichmäßig zu wellen, sie werden aber dennoch geschont. Vor allem, wenn es abends schnell gehen muss, kannst du die Haare auch im feuchten Zustand oder mit etwas Leave-In-Conditioner behandelt noch zu mehreren Zöpfen flechten.

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8. Ploppen

Auch mithilfe der Stylingtechnik „Plopping“ kannst du deine Locken über Nacht schützen. Dabei benutzt du am besten ein Mikrofaserhandtuch oder ein altes T-Shirt. Dieses legst du auf einen Tisch oder das Bett, legst deine Haare kopfüber vorsichtig hinein und bindest das Tuch oder Shirt dann auf dem Kopf oder im Nacken fest.

Das Ploppen stärkt durch das „andrücken“ an die Kopfhaut deine Lockenstruktur und hält die Haare über Nacht auch in dieser. Außerdem wird vermieden, dass die Haare Reibung ausgesetzt werden. Noch besser funktioniert das Ploppen, wenn du deine Mähne vorher leicht (!) anfeuchtest und/oder etwas Leave-In-Conditioner benutzt.

Fazit

Viele Lockenköpfe – und auch Menschen mit welliger oder glatter Haarstruktur – hadern mit der Frage, wie sie ihre Haare nachts schützen können. Denn eine gute nächtliche Routine ist der beste Grundstein, morgens Zeit zu sparen und dennoch aufgefrischt statt zerzaust auszusehen.

Mit den hier aufgeführten Tipps schützt du deine Haare nicht nur vor dem geplatzten-Sofakissen-Look, sondern auch vor dem Austrocknen oder Abbrechen. Auch das Verknoten (vor allem im Nacken) kannst du somit reduzieren. Für welche Methode du dich letztendlich entscheidest, bleibt natürlich dir überlassen.

Du kannst natürlich auch zwei Methoden kombinieren – ich schlafe zum Beispiel im Sommer mit einer Ananas und auf einem Seidenkissen. Im Winter habe ich außerdem eine Seitenhaube parat.

Wie schützt du deine Locken über Nacht? Verrat es mir gerne in den Kommentaren!
Bis zum nächsten Mal, deine Melle

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